You know how building wider roads doesn’t improve commute times, as it simply encourages people to drive more? It’s that, but with bytes and bandwidth instead of cars and lanes.
-- Nick Heer, PixelEnvy1

Während wir in der Vergangenheit (vor 20 Jahren), Bilder zu Briefmarkengröße komprimierten, um sie durch das 56k Modem zu schicken, empfangen wir heute bis zu 5 MB pro Website, nur weil die Anbindung eben schnell genug ist und es scheinbar nicht auffällt.

Ein Großteil der gesendeten Daten sind "1st, 2nd and 3rd Party Tracker", also Javascripte zur Analyse des Nutzerverhaltens. Dann kommt da noch Werbung und hochauflösende Mediadateien hinzu und schon läuft die CPU heiß.

Diese schwergewichtigen Seiten, sind also nicht nur Bandbreite fressende Monster, sie haben auch eine schlechte Energiebilanz.

Mit der DSGVO, die ja nun weltweit gilt, kamen viele Medienwebsiten im Megabyte Bereich in die Verlegenheit, irgend etwas zu tun, um den EU Bürger in Sicherheit zu wiegen.

Die LA Times hat einfach den Zugang für Europäer gesperrt. Andere schalten einen unsinniges Screen vor, der mir die Wahl zwischen Tracking und Nichts lässt. Und der Radiosender NPR? Der präsentiert den "EU-Visitors" eine reine Textseite als Alternative. Eine 1,3 KB No-Nonsene Startseite.

Verglichen mit den ~2 MB welche mit der regulären Startseite übertragen werden.

Die Wahrheit liegt natürlich irgendwo dazwischen.

Reine Textseiten sind für Nerds und Paranoiker, aber nur weil Inhalte schneller übertragen werden können, müssen wir sie nicht mit Daten anreichern, dass sie am Ende wieder so langsam bei Nutzer ankommen, wie vor 20 Jahren mit dem 56k Modem. Wer mobiles Internet im ländlichen Raum, mit einem geringen Datenvolumen hat, für den ist das heutige Internet-Ökosystem ein Garant dafür, das Mobiltelefon ausgeschaltet zu lassen und lieber die guten alten Löcher in die Luft zu starren.